ostende, die zweite

Von meiner ersten Wanderung zum Wrack bin ich ein Stück weit schlauer zurückgekehrt: Dieses Mal wusste ich, wie viel Zeit die Tour in etwa beanspruchen würde, startete bei schönstem Sonnenschein, mit Schnitten in der Tupperdose und einem Müllsack im Gepäck, damit ich den Müll vom Strand nicht wieder in meinen Schuhen sammeln muss.

Drachensteigen am Nordstrand auf dem Weg zum Leuchtturm

Das Schlechte an gutem Wetter: Jeder mag es. Entsprechend voll waren die Radwege auf dem Weg in den Inselosten und ich fragte mich, wo man die eingebaute Vorfahrt erwerben kann, in die augenscheinlich jeder außer mir investiert hatte. Ja, auf einer Insel, am Meer und inmitten der frischen Seeluft fühlt man sich gerne etwas freier. Dennoch: Auch hier bestehen die gängigen Verkehrsregeln. Der Slogan „Meine Zeit. Meine Insel“ wird von einigen nicht nur emotional betrachtet, sondern als Anlass zum Besitzanspruch verstanden. Let me tell you a secret: Man ist als Gast zwar schon irgendwie König, die Insel geht jedoch mitnichten direkt mit Anreise in den eigenen Besitz über.

Nationalpark bei Sonnenschein, endlich!

Im Nationalpark merkte man zum Glück  recht wenig davon, dass vergleichsweise viel los war. Obwohl statt 5 Rädern dieses Mal über 70 Räder vorm Nationalparkhaus standen, war ich dennoch einen Großteil der Zeit allein unterwegs. 
Bei Sonnenschein war der Nationalpark tatsächlich nochmal deutlich schöner als bei grauem Himmel. Die Wanderwege glichen durch die vergangenen Regentage teils eher Flüssen und ich beneidete die Frauen, die ihren Freund kurzerhand als Packesel nutzen konnten, um über das Wasser zu gelangen.
Ich weiß nicht, ob es am Sonnenschein lag oder ob der Sturm der letzten Woche den Müll vom Strand in die Mitte des Nationalparks getragen hatte, auf jeden Fall habe ich dieses Mal schon auf dem Hinweg einiges an Müll entdeckt.  Natürlich ist Norderney deutlich sauberer als die meisten anderen Orte, an denen wir unsere Urlaube verbringen und es wird auch viel Geld in die Reinigung der Strände investiert. Dennoch war nach nicht einmal 45 Minuten mein mitgebrachter sowie ein gefundener Müllsack bis zum Rand voll – und extrem schwer. Da meine Arme gefühlt bis zu den Knöcheln hingen, kehrte ich eine ganze Ecke vor dem Wrack wieder um und brachte meine Beute „zurück in die Zivilisation“.

Falls Du das hier jetzt also liest und dir denkst: Ach, ich schmeiße eigentlich ganz gern Müll in die Natur – bitte tu es nicht. Für alle, die nicht gern lesen, hier noch zwei Videos:

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